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Thurgau

KFZ Hauptort/Stadt Einwohnerzahl km² Amtsspache
TG Frauenfeld 234300 991 de

Thurgau Der Kanton Thurgau liegt im Nordosten der Schweiz. Der Kanton Thurgau bezieht seinen Namen durch den Fluss Thur der ihn von Südosten nach Nordwesten durchquert. Der Kanton wird im Norden und Osten durch den Bodensee begrenzt.Im Süden ist das Hörnli die Grenze zu den Kantonen St. Gallen und Zürich.

• Landwirtschaftliche Nutzfläche: 53,2%
• Wald/bestockte Flächen: 21,5%
• Siedlungsflächen: 11,2%
• Unproduktiv/Restfläche: 14,1%

Offizielle Webseite:
www.tg.ch

Streuobstwiesen und Klosterkultur


Ittlingen StreuobstEine Landschaft, wie für's Velofahren modelliert: mit sanften Hügeln, tollen Aussichtspunkten, breiten Flusstälern und 70 Uferkilometern an Bodensee und Rhein. Zugleich bietet der Thurgau eine grosse kulturelle Vielfalt. Schlösser am Bodensee und kulturhistorisch bedeutsame Klöster, verwinkelte Ortschaften und originelle Museen können hier entdeckt werden.

Veloland und Wanderstrecken


Ittlingen900 Kilometer beschilderter Radwege auf Nebensträsschen und landwirtschaftlichen Nutzwegen machen aus dem Thurgau ein Paradies für Velofahrer. Schilder an fast jeder Wegkreuzung weisen zuverlässig den Weg mit Entfernungsangabe in jede Richtung. Darüber freuen sich auch die Wanderer und Spaziergänger, für die im Thurgau über 1.000 Kilometer Wanderwege ausgeschildert sind. Sie wandern hier etwa auf dem alten Jakobsweg über Kloster Fischingen in Richtung Zürichsee. Vorbei geht's im Thurgau immer wieder an kleinen Weilern mit alten Gehöften, oft um einen zentralen Platz gelegen, an dem eine alte Linde Schatten spendet.

ThurgauVorbei geht's auch an den für den Thurgau so typischen Streuobstwiesen mit gross gewachsenen, knorrigen Apfelbäumen, die das Land im April mit einem rosa Blütenschleier überziehen und deren Apfelpracht im Herbst weithin leuchtet. Und schliesslich geht es vorbei am Wasser, entlang des idyllischen Rheinlaufs etwa, am Bodenseeufer oder an der Thur. Wer mehrere Tage in diesem verwunschenen Flusstal wandern möchte, kann dies auf dem 60 Kilometer langen Thurweg tun. Die an lauschigen Picknickplätzen gelegene Route führt durch malerische Ortschaften, in denen Restaurants und Unterkünfte zum Verweilen einladen.

Skate-Routen im Apfelparadies


IttlingenIm August 2003 wurden im Thurgau am südlichen Bodenseeufer unter dem Namen "Skater's Paradise" die ersten offiziell beschilderten Skate-Routen der Schweiz eingeweiht. Unter Inline-Skating-Fans gilt die Bodenseeregion mit ihren sanften Hügeln, Streuobstwiesen und Bauernhöfen, vor allem aber auch wegen des gut ausgebauten, geteerten Wegenetzes schon lange als beliebtes Ausflugsziel. Entlang des Bodensees von Kreuzlingen nach Rorschach führt der über 37 Kilometer lange "TKB Lake-Skate". Die in Ufernähe verlaufende Route ist besonders für Familien (auch mit Kinderwagen!) geeignet und führt an Strandbädern, Seerestaurants und Spielplätzen vorbei. Da die Strecke viele Bahnhöfe passiert, können ermüdete Sportsfreunde jederzeit bequem zurück zum Ausgangspunkt gelangen.

Als Rundkurs und etwas hügeliger verläuft der 30 Kilometer lange "TKB Apple-Skate", der vorbei an alten Gehöften, Fachwerkhäusern und Obstplantagen durch das klassische "Mostindien" führt. Gartenwirtschaften und schattige Plätze unter den Bäumen laden zu erholsamen Pausen ein. Bei klarer Sicht geniesst man einen herrlichen Blick auf den Säntis und den Alpstein. Mit dem "TKB River-Skate" entsteht an der Thur entlang eine weitere 55 Kilometer lange Route von Frauenfeld über Weinfelden nach Romanshorn. Die zu Beginn einfache und damit familientaugliche Strecke, wird ab Weinfelden technisch und konditionell anspruchsvoller.

An Rhein und See entlang


Kartausen IttlingenEin Ort schöner als der andere: das gilt insbesondere für die fachwerkgeschmückten Städtchen und Dörfer am Rhein und am Bodensee. Im mittelalterlichen Diessenhofen etwa kann der Gast eine der letzten Holzbrücken über den Rhein bestaunen. Von hier blickt er auf die Klosteranlage St.Katharinental mit seiner prächtigen Barockkirche. Am Untersee schiebt sich Steckborn auf einer Halbinsel ins Wasser. Im trutzigen Turmhof wartet das kleine Heimatmuseum mit Funden aus der Römerzeit und volkstümlicher Steckborner Ofenkeramik auf. Nicht weniger als fünf Schlösser finden in der Gemeinde Salenstein ihre Bewunderer. In einem von ihnen, Schloss Arenenberg, verbrachte Kaiser Napoleon III. von Frankreich seine Jugend. Heute ist darin das sehenswerte Napoleonmuseum mit der Original-Ausstattung aus der Biedermeierzeit untergebracht. In Kreuzlingen, Romanshorn, Horn und Arbon findet der Gast vielfältige Sport- und Erholungsmöglichkeiten aber auch herrliche Parkanlagen am See.

Spiegel der Geschichte: Arbon


An der Stelle des keltischen "Arbona" und des römischen Kastells "Arbor Felix" liegt am Ufer des Obersees die Hafenstadt Arbon. Sie war eine bedeutende Wirkstätte des heiligen Gallus, bevor dieser sich im wilden Hochtal des heutigen St.Gallen niederliess. Das Arboner Schloss, repräsentative Herrenhäuser, eindrucksvolle mittelalterliche Kirchen und historische Plätze zeugen von der grossen Bedeutung, die die Stadt in der Geschichte immer wieder innehatte. Im lokalhistorischen Museum im Schloss Arbon ist sie mit vielen Fundstücken und Exponaten anschaulich dokumentiert.

Klosterkultur in Ittingen und auf dem Pilgerweg


Kartausen IttlingenGanz in der Nähe von Frauenfeld liegt oberhalb des Thurtals die Kartause Ittingen. 1152 als Augustinerprobstei gegründet, wurde das Kloster im 15. Jahrhundert von Kartäusern übernommen. Die heutige Anlage aus dem 16. Jahrhundert verdeutlicht anschaulich das zurückgezogene Leben der Kartäusermönche in ihren um einen Kreuzgang angeordneten Kartausen. In dem alten Kloster ist auch das Kunstmuseum des Kantons Thurgau mit einem ansehnlichen Bestand zeitgenössischer Kunst untergebracht. Klosterkultur findet sich auch im hinteren Thurgau, im "Tannzapfenland". Seit dem frühen Mittelalter ist hier das Kloster Fischingen eine bedeutende Station auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Die eindrucksvolle Anlage mit barocker Klosterkirche ist Ziel vieler Kulturtouristen.

Zwischen See und Säntis


Oberhalb des Sees ziehen das mächtige Alpsteinmassiv mit dem Säntisgipfel und die Bergketten der Alpen immer wieder den Blick auf sich. Unweit von Amriswil, wo der mit 75 Metern höchste Kirchturm des Kantons steht, taucht aus der Obstbaumlandschaft das Wasserschloss Hagenwil auf. Im Schloss gibt es eine Gastwirtschaft mit guter bürgerlicher Küche. Am Zusammenfluss von Sitter und Thur liegt Bischofszell. Das historische Städtchen wurde 1987 mit dem begehrten schweizerischen Wakker-Preis für das vorbildlich gepflegte Ortsbild ausgezeichnet.

Museen in Frauenfeld und Kreuzlingen


Frauenfeld ist die Hauptstadt des Kantons Thurgau. Das Stadtbild von Frauenfeld ist vor allem geprägt von Bauten aus der Zeit des Barock. Denn die gesamte Oberstadt wurde im 18. Jahrhundert nach einem Brand auf rechtwinkligem Grundriss wieder aufgebaut. Hier thront hoch über dem Flüsschen Murg das Schloss mit einem mächtigen Turm aus dem 13. Jahrhundert. Im Innern des Schlosses ist das historische Museum des Kantons untergebracht, dessen umfassende Sammlung vom Neolithikum bis zum Frühmittelalter reicht. Im Luzernerhaus mit prächtiger Barockfassade empfiehlt sich ein Besuch des Naturmuseums.

Passend zur Lage Kreuzlingens unmittelbar am Bodensee wurde in der alten Kornschütte des ehemaligen Augustiner Chorherrenstifts das Seemuseum (www.seemuseum.ch) eingerichtet. Auf 1.200 Quadratmetern Ausstellungsfläche kann man sich u.a. über die Bodensee-Schifffahrt und die Fischerei am See informieren.

Das leibliche Wohl: Wein und mehr


Für das leibliche Wohl ist im Thurgau auf's Beste gesorgt. Allein mit 24 Gault-Millau-Betrieben wartet der Kanton auf. Das Angebot reicht vom Feinschmecker-Fischrestaurant im Fischerort am Bodensee bis hin zur rustikalen Buure-Beiz mit währschafter Karte. Direkt beim Landwirt kann man fast überall am Wegesrand einkaufen, seien es Kürbisse und Äpfel, Milch und Eier. Eine Vielzahl landwirtschaftlicher Betriebe bietet auch "Ferien auf dem Bauernhof" oder "Schlaf im Stroh" an. Da kommen besonders die Kleinen auf ihre Kosten.

Entlang dem Untersee und Rhein sowie auf dem Seerücken bis hin nach Frauenfeld und Weinfelden erstrecken sich verschiedene Weinanbaugebiete, deren Trauben jeden Gaumen angenehm überraschen. Hier bietet sich Weinfreunden immer wieder Gelegenheit zu verweilen und bei dem einen oder anderen Weinbauern auch mal ein Schlückchen zu verkosten. Der Müller-Thurgau hat hier übrigens seinen Ursprung. Die Kreuzung aus Sylvaner und Chasselas geht auf den Thurgauer Professor Hermann Müller zurück. Ein besonderes kulinarisches Erlebnis sind die im Sommer organisierten Gourmet-Wanderungen. Bei den genussvollen Touren durch die Rebberge werden an verschiedenen Stationen Köstlichkeiten der regionalen Küche und passende Thurgauer Weine gereicht.

Text- und Bildmaterial mit freundlicher Unterstützung des: Ostschweiz Tourismus und des Thurgau Tourismus

Reiseziele und Adressen

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