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Passfahrten

Tunnelstraßen oder Autoverlad machen die Alpendurchquerung heutzutage zur leichten Sache. Doch wer im Urlaub mit dem Automobil in der Schweiz ist, sollte sich einmal Zeit für eine der alten Passstraßen nehmen. Haarnadelkurven führen in atemberaubende Höhen und machen die Alpenüberquerung wieder zum Abenteuer. So kommen Sie mit Ihrem Auto auf Hochtour:

Passstraßen gibt es in der Schweiz in großer Zahl. Allein siebzehn liegen mit ihrer Passhöhe über der Zweitausend-Meter-Marke. Hier eine Auswahl aus den Zweitausender-Pässen.


St. Gotthard


Er ist nicht der älteste und mit einer Höhe von 2100 m bei weitem nicht der höchste Alpenpass. Doch als Verbindung zwischen dem Berner Oberland und dem Tessin war er von Anfang von größter Bedeutung für die Nord-Süd-Durchquerung der Alpen. Bereits Anfang des 15. Jahrhunderts passierten jährlich über 10.000 Personen den Pass. Friedrich Schiller hat in seinem Wilhelm Tell mit kraftvollen Versen das Tor zum gelobten Italien besungen.

Um 1820 wurde die erste befestigte Straße angelegt, die auch bald regelmäßig befahren wurde. Das erste Auto überquerte im Jahre 1902 den Gotthard. In den 70er Jahren wurde dann der Gotthardtunnel gebaut. Der 15 km lange Autobahntunnel ist bis heute die kürzeste Autobahn-Verbindung von der Nordschweiz nach Italien.

Im Sommer ist die alte Passstraße gut befahrbar. Von ihren Serpentinen aus genießt man spektakuläre Panorama-Blicke über das Berner Oberland. Auf der Passhöhe, direkt bei der Kapelle des Heiligen Gotthard, wird der Autofahrer dann mit einem Ausblick auf die südliche Seite Europas belohnt. Über die Geschichte des Passes kann man sich direkt auf der Passhöhe im "Museo Gottardo" informieren, das bereits zum Kanton Tessin gehört.
http://www.gotthard-hospiz.ch/

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Grimselpass


Vom Oberland ins Wallis gelangt man über den Grimselpass. Beeindruckend ist der erste direkte Blick auf die Walliser Alpgiganten. Aber auch ein Blick in das Innere des Berges lohnt sich. Direkt auf der Passhöhe gibt es begehbare Kristallgrotten mit ihren glänzenden Gesteinswundern zu bestaunen. Ein weiterer Höhepunkt der Passlandschaft sind die vier Stauseen rundum den Grimselpass, von denen drei in nächster Nähe zur Passtrasse liegen. Ein Hotel auf der Passhöhe lädt Naturliebhaber zum Verweilen ein.
http://www.grimselpass.ch/

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Furkapass


Direkt an den Grimselpass schließt sich der Furkapass an. Die abenteuerliche Bergstraße mit vielen Haarnadelkurven wurde seit ihrer Erbauung um 1870 kaum verbreitert. Mit 2.436 m Höhe gehört dieser Pass zu den höchsten in der Schweiz. Die Fahrt durch das steile und kahle Hochgebirge ist eine Herausforderung für Fahrer und Motorsportler, wie der folgende Erfahrungsbericht vermittelt.
http://www.motosport.ch/

Bequemer durchquert man den Furkapass per Autoverlad im Eisenbahntunnel.
http://www.mgbahn.ch/

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Großer St. Bernhard


Durch die walisischen Berggiganten führt seit Jahrhunderten der Große St. Bernhard mit einer Passhöhe von 2.469 m. Hier ist schon Napoleon Bonaparte hinauf geritten, um seinen Feldzug auf Italien zu beginnen.

Die schwierigen Passverhältnisse führten auch zur Namensgebung für eine berühmte Hunderasse. Die Hundelegende Barry soll einst über 40 verunglückten Gipfelstürmen das Leben gerettet haben. Seitdem heißen die großen schwarzweißen Lebensretter "Bernhardiner".

Als Meisterleistung der Straßenbaukunst gilt die Passstraße auf der Südseite des Großen St.Bernhard. Von der Passhöhe selbst kann man zu Fuß weiter bis zum Aussichtspunkt Chenalette auf 2789m wandern.

Die Tunneldurchquerung beginnt auf einer Höhe von 1.900 m und ist 5,8 km lang.

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Graubünden


In Graubünden befinden sich eine ganze Reihe von Pässen mit einer Höhe über der Zweitausendermarke.

Der Bernina-Pass belohnt die Bergfahrt mit einem Gipfelpanorama am Lago Bianco, der seinen Namen dem milchigen Wasser des Gambrena-Gletschers verdankt.

Der Albula-Pass ist wie viele historische Pässe nur im Sommer befahrbar und weist nicht die besten Straßenbedingungen auf. Im Winter verwandelt sich dieser Pass in eine schier endlose Schlittelbahn.

Deutlich bequemer ist der Julierpass, der auf etwa 5 m Fahrbreite auch ganzjährig befahrbar ist. Der Reiz der Strecke liegt in ihrer abwechslungsreichen Gestaltung zwischen fast ebenen Fahrstrecken und kurzen "Treppen". Kurz unter der Passhöhe befindet sich am Nordhang der Marmorera-Stausee mit seinem kristallklaren Wasser. Zu Römerzeiten war der Julierpass von größter Bedeutung, was auch Grabungen auf der Passhöhe bezeugen.


Eine ausführliche Übersicht und Beschreibung fast aller Passstrecken in den Alpen finden Sie auf den folgenden Seiten.
http://www.alpentourer.de/alpenpaesse/

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