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Neuchâtel (Neuenburg)

KFZ Hauptort/Stadt Einwohnerzahl km² Amtsspache
NE Neuchâtel 168400 803 fr

neuchatel Der Kanton Neuenburg liegt im Nordwesten der Schweiz. Er grenzt im Osten an die Kantone Jura und Bern im Norden bildet er die Grenze zu Frankreich. Im Hochtal Val de Travers wurde in vergangener Zeit das Kultgetränk Absinth erfunden. Anno 1769 stellte man die Spirituose aus Wermut und anderen Kräutern zum ersten Mal her. Der See 'Lac de Neuchâtel' ist der größte See der Schweiz.

• Landwirtschaftliche Nutzfläche: 42,0%
• Wald/bestockte Flächen: 38,9%
• Siedlungsflächen: 7,6%
• Unproduktiv/Restfläche: 11,5%

Offizielle Webseite:
www.ne.ch

Erlebenswert und Liebenswert - zu jeder Zeit


NeuchâtelNeuchâtel, einer der sechs frankophonen Kantone, liegt im Westen der Schweiz, zwischen dem französischen Jura und der deutschen Schweiz auf der anderen Seite. Der gleichnamige See im Süden bildet die natürliche Grenze des Kantons, im Norden sind es die Jurahöhen. Die sich am Horizont abzeichnende Alpenkette rundet dieses harmonische und intakte Land- schaftsbild perfekt ab, ruhevolle Oase und Umweltparadies für den Besucher. Berühmte frühere Reise-Schriftsteller, wie Jean-Jacques Rousseau und Alexandre Dumas fanden in Neuchâtel das friedliche, zur vollen Entfaltung ihrer Schaffenskunst nötige Umfeld.

NeuchâtelIm Herzen Europas gelegen und wichtiger Bestandteil bedeutender Industriezweige, deren Ursprung auf das XV. Jahrhundert zurückgeht, zeichnet sich die Region gewiss durch ihre wirtschaftliche Dynamik aus, aber auch durch den hohen Freizeitwert, der sie zu einem touristischen Anziehungspunkt macht. Das Pays de Neuchâtel gilt seit über 400 Jahren als Wiege der Uhrmacherkunst ist auch bekannt durch Weinanbau und einige, in den Bergen eingenistete Museen. Getreu dem Motto "mens sana in corpore sano" hütet es seine verborgenen Schätze.

Dank moderner Technologien und seiner zentralen Lage ist der Kanton besonders verkehrsbegünstigt. So kann man per TGV mit der "ligne de coeur" Paris in knapp 4, Strassburg in 3 Stunden 40 Min. und Lyon in 4 ½ Stunden erreichen. Das Strassen- und Flugnetz hat sich beachtlich erweitert: Mithilfe verkehrstechnischer Möglichkeiten, die auch für die Entwicklung des Industrie- und Tourismus-Sektors relevant sind ist die Region leicht zugänglich.

Zu Beginn dieses durch die Globalisation, den Wettlauf mit der Zeit und den Verlust heimatgebundener Werte gezeichnete dritte Jahrtausend, vermittelt das Pays de Neuchâtel, dank der Vielfältigkeit seiner kulturellen, sportlichen und beschaulichen Aktivitäten noch diesen hedonistischen Reichtum und die Lebensfreude, die ihn zu einer wertvollen Etappe fernab der Hektik dieser Zeit machen.

Die Städte


NeuchâtelNeuchâtel mit 32'000 Einwohnern ist die Hauptstadt des gleichnamigen Kantons. Das Schloss, dessen Bau im XII. Jahrhundert begann, ist beispielhaft für den romanischen Stil in der Schweiz. Die zeitgleiche Stiftskirche konvertierte im Jahre 1530 zur protestantischen Kirche. Als Universitätsstadt zeichnet sich Neuchâtel ebenfalls durch ihren renommierten Ethnologie-Lehrstuhl aus. Idyllisch am See mit Blick auf die Alpen gelegen, ist sie eine wahre Oase des Friedens. "Mit ihren gelben Sandsteingebäuden sieht Stadt aus, wie in Butter gemeisselt" , so Alexandre Dumas anlässlich eines Aufenthaltes in Neuchâtel.

Chaux-de-FondsLa Chaux-de-Fonds, Stadt in 1000 m Höhe mit der grössten Einwohnerzahl des Kantons (38'000) und drittgrösste der französischen Schweiz. Sie ist eines der führenden Uhrmacherzentren des Landes, wurde im Jahre 1794 durch einen Grossbrand völlig zerstört und anschliessend nach den Richtlinien der modernen Architektur neu aufgebaut. La Chaux-de-Fonds ist eine Synergie von diversen, das XIX. und XX. Jahrhundert charakterisierenden, architektonischen und eklektischen Strömungen und somit die einzige Schweizer Stadt, die man als New Art-Zentrum bezeichnen kann. Dank der ansässigen Uhrenindustrie erfuhr dieStadt einen bedeutenden Aufschwung, aber auch der Mechanik-, Mikrotechnik-, Elektonik- und Dienstleistungs-Sektor sind von wirtschaftlicher Bedeutung.

Le Locle: Nachbarstadt von La Chaux-de-Fonds mit 11'000 Einwohnern, ist die Urgemein- de der Neuenburger Berge und erfuhr ab dem XVI. Jahrhundert eine bedeutende industrielle Entwicklung. Grosse Namen der Uhrenindustrie sind hier angesiedelt und eine der regionalen Attraktionen, die Unterirdischen Mühlen beim Col-des-Roches aus dem XVI. Jahrhundert, stellen eine in Europa einzigartige Demonstration vom Können und dem Erfindergeist dar, der die einheimische Bevölkerung seit über 4 Jahrhunderten bewohnt.

Chaux-de-FondsMôtiers: Das Dorf zählt zu den architektonischen Schätzen der Region. Seine Herrenhäuser spiegeln den Wohlstand der von künstlerischen Impulsen beflügelten Bevölkerung wieder. Die St. Peter-Priorei, mit Sicherheit auf das VI. u. VII. Jahrhundert zurückgehend, zeugt von roma- schem Einfluss und reger religiöser Aktivitäten. Bekannt ist auch der köstliche Schaumwein, der handwerklich in Môtiers hergestellt wird und zu den regionalen Spitzenerzeugnissen zählt.

Berühmte Persönlichkeiten


Architektur: Charles-Edouard Jeanneret, genannt Le Corbusier (1887-1965) hat mit seinen
Werken die Geschichte der modernen Bewegung wesentlich beinflusst. Er wurde in La Chaux-de-Fonds geboren und die in den Jahren 1916-17, vor seinem Weggang nach Paris entstandene Villa Turque ist zweifelsohne die vollkommenste seiner Kreationen auf dem Gebiet der damaligenäuserbau-Architektur. Die Türkische Villa verdankt ihren Namen seinen Reisen in Europa und den Mittleren Osten. Sie wurde von 1957-58 restauriert, anschliessend kaufte sie der Uhrenfabrikant Ebel. Im Jahre 1987, anlässlich des hundertsten Geburtstages von Le Corbusier, beauftragte die Firma Ebel den Pariser Innenarchitekten André Putman mitder vollständigen Renovierung der Villa Turque. Seither fungiert die Villa als PR-Zentrum der Firma und ist, nach Vereinbarung, auch für Besucher geöffnet.

Litteratur: Jean-Jacques Rousseau: Der berühmte Dichter und Philosoph, aus Frankreich geschasst und in Genf unerwünscht, fand in Môtiers im Travers-Tal Zuflucht. Er lebte dort von 1762 bis 1765 und wurde von Dr. Jean Antoine d'Ivernois in die Botanik eingeführt. Dank der Veröffentlichung seiner Lettres sur la Botanique (Briefe über die Botanik) gewinnt man Einblicke in die Essenz seines Schaffens in Môtiers. Sein ehemaliges Wohnhaus ist heute als Museum eingerichtet, in dem weniger bekannt Aspekte seines Lebens und seiner Werke veranschaulicht sind. Seltene Manuskripte des Dichters, im Besitz der Bibliothek von Neuchâtel, sind zum Teil auch für das Publikum ersichtlich.

Dichtung und Philisophie: Blaise Cendrars, der Zeitgenosse und Nachbar von Le Corbusier, wurde ebenfalls im Jahre 1887 in La Chaux-de-Fonds geboren. Die beiden Männer lernten sich jeoch erst 25 Jahre später in Paris kennen und waren sich daraufhin freundschaftlich sehr zugetan. Der Schrifsteller hat den wesentlichen Bestandteil seines Werkes im Ausland geschaffen und sich, wissentlich oder unwissentlich an seinen Wurzeln inspiriert. Sein Geburtshaus ist dem Publikum geöffnet.

Denis de Rougement: er wurde 1906 in dem kleinen Ort Couvet, im Herzen des Travers-Tals geboren. Als Pastorensohn studierte er Philologie an der Universität Neuchâtel. Sein Kampf für Frieden, europäische Einheit, Meinungsfreiheit und ökologische Ideale für ein einfaches, naturgebundenes Leben, machen ihn zu einer der renommiertesten schweizer Persönlichkeiten auf den Gebieten Wissenschaft und Litteratur.

Ferner sind zu erwähnen Philippe Suchard, weltberümt durch seine Schokolade-Köstlichkeiten, Louis-Joseph Chevrolet, zu dessen Ehren alljährlich im September ein Automobil-Rallye, das Louis Chevrolet Event statffindet, oder George-Edourd Piaget, bekannter Uhren- und Schmuckhersteller.

Die Museen


Das Uhrenmuseum "Château des Monts"


in Le Locle liegt idyllisch, umgebenettet in die rundherum grüne Natur, den Blick auf die Sonnenbahn gerichtet, so als wolle es die Zeit einfangen. Die ausgestellten Kollektionsstücke zählen zu Uhrmacherkostbarkeiten, die das Renommé dieser Gegend begründeten. Dank der Uhren und Automaten kann man die Zeitrechnung bis auf ihren Ursprung zurück verfolgen und deren Schönheit und Intelligenz besser erfassen.

Das Internationale Uhrenmuseum in La Chaux-de-Fonds


Uhrmachermuseumbeheimatet tausende von Stücken, die das Abenteuer der Zeitmessung unter geschichtlichem, künstlerischem und wissenschaftlichem Aspekt erzählen. Angefangen beim Astrarium von Dondi - erste Zeitmessungsmaschine aus dem XIV. Jahrhundert, bis hin zu den letzten Kreationen zeitgenössischer Uhrenhersteller, über kleinere Uhren - 18 mm lang und 15 mm breit - oder die Parkettuhr von Samuel Le Roy, mit ihrem einzigartigen Uhrwerk ein weltweit seltenes Kollektionsstück.Dieses Museum stellt eine Etappe von grösstem Interesse dar; mit Restaurierungswerkstatt und einer Bibliothek für Wissenschaftler aus der ganzen Welt zugänglich.

Das Bauern- und Kunstmuseum von La Chaux-de-Fonds


befindet sich in einem typischen Neuenburger Bauernhof vom Ende des XV. Jahrhunderts. In diesem kleinen Museum werden die Lebensbedingungen der Bauern-Uhrmacher und -Künstler auf naturgetreue Weise veranschaulicht. Es vermittelt ein besseres Verständnis der Relation zwischen dem täglichem Leben der Menschen von früher und ihrer Aktivitäten. Die althergebrachte Tradition des Schlachtfestes lebt hier alljährlich auf, mit der Zubereitung eines Schweines nach regionalen Ritualen. Dies ist Anlass zu einem Fest, bei dem sich Liebhaber von brauchtumsgebundenen Praktiken zusammenfinden

Das Ethnographische Museum von Neuchâtel


Museum-Neuchatelentstand im Jahre 1904 und ist europaweit eine Hochburg ethnographischer Wissenschaften. Seine permanenten und temporären Kollektionen animieren zum Gedankengang über die ethnographische Geschichte, sowie ihre derzeitige Entwicklung. Der museografische Parcours besteht aus vier Etappen : dem naturgeschichtlichen Kabinett des XVIII. Jahrhunderts, den Ursprung des Museums veranschaulichend; Grossvaters Ethnographie, die den wissenschaftlichen Aspekt der Naturgeschichte beleuchten soll; einem ästhetischen Versuch, bei dem ethnographische Stücke primärer Kunst in Szene gesetzt werden; und schliesslich dem Kuriositätenkabinett des XXI. Jahrhunderts mit industriellen Objekten, die das Museum im Laufe der Zeit erwarb.

Ferner sind zu erwähnen : die Unterirdischen Mühlen, das Reben- und Weinmuseum im Schloss Boudry, die Asphaltminen von Travers.....

Wein und Gastronomie


WeinanbauDer Weinanbau begann mit der Kolonisation der Region durch die Römer. Später waren es je- doch die Gründermönche, die diese neue Kultivierungsart nach dem Fall des Römischen Imperiums und dem Beginn des Christentums einführten und förderten. Als unermüdliche Arbeiter begannen sie, das Brachland zu roden und Weinstöcke anzupflanzen.

Die Neuenburger Weinberge, durch Seeklima, kalkhaltigen, humusarmen und mineralsalzhaltigen Boden begünstigt, bringen Weine hervor, die mit Finesse und Abgerundetheit einen hohen Be- kanntheitsgrad erreicht haben. Entlang der Küste, zwischen See und Jurakette erstrecken sich 30 km Weinberge. Die Beschaffenheit des Bodens bewirkt, dass die Gegend eine vielfältige Auwahl an Weinen für Kenner und Amateure erzeugen kann. Das Gebiet ist aus 18 Gemeinden zusammengesetzt, die zu Recht stolz auf ihre Reben sein können.

6 Rebsorten sind gesetzlich autorisiert. Sie geben Anrecht auf die Bezeichnung Appellation contrôlée (AOC), welche die lepto-organischen Qualitäten und Merkmale der Weine bescheinigt. Chasselas, Blauedler, Riesling, und Chardonnay sind ideale Begleiter der regionalen Spezialitäten.

WeinanbauDas Neuenburgerland, Land der Kontraste par excellence, mit sich rasch abwechselnden rauhen und lieblichen Landstrichen. Diese Vielfalt spiegelt sich in der Diversität der Regionalen Produkte wieder. Käsesorten, wie z.B. der herrlich cremige Sanglé, der Houblonnière, Käse der Bier-brauer, die excellenten Neuenburger Tommes (Weichkäse), oder der Gruyère aus Les Ponts-de-Martel gereichen dem Renommé des Schweizer Käses zur Ehre. Amateure dieser Köstlichkeiten können der Käseherstellung in einer Schaukäserei beiwohnen. Der Neuenburger Saucisson, getrocknete oder geräucherte Wurstwaren, Pasteten und Terrinen, bekannt durch Qualität und Feinheit, erfreuen die Gaumen verwöhnter Feinschmecker. Lieferant für frischen Fisch ist der See : Gourmets wissen Bondelles, Felchen, Hecht, Egli und Forellen zu schätzen, die die Reusen der Fischer täglich füllen.

Nicht zu vegessen, die Rincette (wörtlich: Nachspülung), ein Anis-Aperitif, dessen Vorgänger, die "Grüne Fee" heute noch in den Köpfen herumspukt, sowie der Butterkuchen, ausgezeichnet zu Neuenburger Wein.

Diese Produkte sind das Resultat von Können und Passion, die der Erzeuger zur Zufriedenstellung der Feinschmecker investiert. Das alljährlich im September stattfindende Winzerfest bietet beste Gelegnheit, alle diese Leckerbissen in festivem Ambiente zu geniessen.

Natur und Sport zu jeder Jahreszeit


Der Kanton Neuenburg bietet, dank seiner intakten und sorgfältig erhaltenen Natur, ein ideales Umfeld für Relaxen, Sport und Entdeckung in einem Rahmen, der europaweit seinesgleichen sucht.

WandererWandern: Die Wanderwege der Region (mehr als 1'300 km beschilderte Wege), lassen das Herz jedes Naturfreundes höher schlagen. Das gleiche gilt für den Felsenzirkus Creux-du-Van, eine magische Vision tausendjährigen Felsgesteins, mit Blick auf die gesamte Alpenkette.

Wassersport: Wassersport jeglicher Art wird hier grossgeschrieben : die Seen von Neuchâtel, Taillères und Les Brenets verlocken zu Windsurfen, Segeln oder einfach nur zum erfrischenden Bad in klarem Wasser. Im Winter verwandeln sich die Seen in spiegelnde Natureisbahnen.

SchifffahrtenSchifffahrten: die Seen von Neuenburg, Biel und Murten sind durch Kanäle verbunden und eignen sich bestens zum Segeln und zu Schifffahrten. Höher, windet sich der schweizerisch-französische Grenzfluss-Doubs zwischen eindrucksvollen Kanyons, bevor er als tosend spektakulärer Wasserfall, dem sog. "Saut-du-Doubs" in die Tiefe stürzt. Moderne Schnellbote bringen die Besucher in unmittelbare Nähe des Wasserfalls.

RadfahrerMountain Bike: 21 Pisten - 420 km - selbst Stahlesel-Freaks kommen in diesem prächtigen Mittelgebirgs-Dekorum voll auf ihre Kosten. Das MegaBike, ein internationales Radrennen, ist Anlass für Professionnelle und Amateure, sich zu einem zugleich anspruchsvollen und geselligen Wettkampf von hohem Niveau zusammenzufinden. Paralell dazu findet jegliche Form von Radsport im ganzen Kanton begeisterte Fans.

Reiten: diese traditionelle Sportart hat hier hohen Stellenwert. Verschiedene Reitzentren bieten Kurse und Reiterferien an, die es dem Gast ermöglichen, der Natur auf andere, etwas abenteuerliche Art nahe zu sein....

Ski-Langlauf: im Winter finden Amateure des weissen Sports im Jura ideale Verhältnisse mit 250 km sorgfältig präparierten Pisten. Die MegaMicro, ein Internationales Langlaufrennen ist der beste Beweis für die Qualität der Infrastruktur : sie findet im Brevine-Tal, liebevoll Klein- Sibirien genannt, statt. Alpinski : mit rund 30 Skiliften gelangt man auf die Höhen des Jura- Gebirges; ein Grossteil davon funktionoiert auch bei Dunkelheit.

Die Strasse der Uhrmacher


JurabogenDer Jurabogen ist weltweit die Wiege der Uhrmacherkunst : die renommiertesten Namen sind hier zu Hause. Watch Valley schlägt als Leitfaden eine Route vor, der zu besserem Verständnis verhelfen soll. "Die Zeit zelebrieren" - und gemeinsam mit den Uhrmacher-Künstlern die Liebe zu dieser über vierhundert-jährigenTradition pflegen, dazu soll animiert werden..

Für die Neuenburger Region sieht das Programm folgende Etappen vor:

  • Die Besichtigung der modernen Uhrenmanufaktur Parmigiani in Fleurier, weltbekannt durch ihre Uhrweke und Einzelstücke für Kollektionskundschaft.

  • Die Jaquet-Droz Automaten (1774) im Kunsthistorischen Museum von Neuchâtel. Ihre Räderwerke gehören weltweit zu den perfektioniertesten. Sie gelten als Vorläufer des Komputers.

  • Das Uhrenmuseum Château des Monts, dessen Schätze in einem zauberhaften Schlösschen im Stil Ludwigs XIV. aufbewahrt sind.

  • Das Geschichtsmuseum von La Chaux-de-Fonds ist in einem Herrenhaus des XIX. Jahrhunderts untergebracht. Hier wurde eine Uhrmacher-Werkstatt vollständig rekonstituiert.

  • Und schliesslich das bekannte Internationale Uhrenmuseum (MIH) von La Chaux-de-Fonds, in dem mehr als 4'000 Kollektionsstücke zur Schau gestellt werden.


Geschichtlicher Überblick


Aufgrund seiner strategisch interessanten Lage wurde das Pays de Neuchâtel immer wieder von ausländischen Fürstenhäusern begehrt. Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass Neuchâtel im X. Jahrhundert von einem burgundischen König gegründet wurde; die Landesgeschichte ist ebenso bewegt wie passionierend.

Einige Daten:


Neuchâtel1707: Marie von Orleans, Herzogin von Nemours ist Regentin von Neuchâtel. Nach ihrem Tod - sie hatte keine Nachkommen - forderte Neuchâtel die europäischen Prinzenhäuser auf, ihre Ansprüche auf das Haus Orléans geltend zu machen. Letztendlich akzeptierten sie das Angebot des Hauses Hohenzollern, welches unter König Friedrich I. die Regentschaft über das Prinzentum Neuchâtel antrat. Friedrich I. vereinte zweifelsohne alle Qualitäten des idealen Prätendenten: er war protestantisch, Gegner der expansionistischen Politik Ludwig des XIV., ausserdem vermögend und geografisch gesehen in weiter Ferne; dies entsprach natürlich dem Unabhängigkeitsdrang der Neuchâteler dieser Epoche bestens.
1806 - 1814: Napoleon, Sieger über Preussen, bietet das Herzogtum Hannover zum Tausch gegen das Herzogtum Neuchâtel an, um es dann seinem Generalstabsbefehlhaber, Marschall Alexandre Berhier zu übergeben.

1814: Mit dem Fall des napoleonischen Impiriums geht das Prinzentum Neuchâtel an Preussen zurück und besteht unter dem Zwitter-Status "Königlicher Kanton" bis zur Revolution im Jahre 1848. Am 12. September 1814 tritt es als 21. Kanton der schweizer Eidgenossenschaft bei.

1831: doppelter Putschversuch des preusssisch-aristokratischen Regimes.

1848: Neuchâteler Revolution, Proklamation von Republik und Kanton.

1856: erneuter, gescheiterter Putschversuch der Royalisten.

Text- und Bildmaterial, mit freundlicher Unterstützung der:
TOURISME NEUCHÂTELOIS


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